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<title>Fritz Sack</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fritz Sack</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Fritz Sack</b> (* <a href="26._Februar" title="26. Februar">26. Februar</a> <a href="1931" title="1931">1931</a> in <a href="Stare_Czarnowo" title="Stare Czarnowo">Neumark</a>, <a href="Pommern" title="Pommern">Pommern</a>; † <a href="18._August" title="18. August">18. August</a> <a href="2025" title="2025">2025</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>) war ein <a href="Deutschland" title="Deutschland">deutscher</a> <a href="Soziologe" title="Soziologe">Soziologe</a> und <a href="Kriminologe" title="Kriminologe">Kriminologe</a>. Er führte den <a href="Etikettierungsansatz" title="Etikettierungsansatz">Etikettierungsansatz</a> in die deutsche kriminologische und sozialwissenschaftliche Diskussion ein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werdegang">Werdegang</h2></div>
<p>Fritz Sack wuchs als Bauernsohn im Dorf Neumark (inzwischen <i>Stare Czarnowo</i>) auf, das im damaligen <a href="Hinterpommern" title="Hinterpommern">Hinterpommern</a> zwischen <a href="Stettin" title="Stettin">Stettin</a> (inzwischen <i>Szczecin</i>) und der Kreisstadt Pyritz (inzwischen <i><a href="Pyrzyce" title="Pyrzyce">Pyrzyce</a></i>) liegt.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-taz2025_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach anfänglichem Besuch der zweiklassigen Dorfschule wechselte er 1941 an das <i>Bismarck-Gymnasium</i>, eine <a href="Oberrealschule" title="Oberrealschule">Oberrealschule</a> für Jungen in Pyritz. Da Pyritz von Neumark nicht täglich erreichbar war, wurde Sack für die nächsten vier Jahre bei einem Onkel mütterlicherseits am Schulort einquartiert. Ab Sommer 1944 war ein regelmäßiger Schulbesuch nicht mehr möglich, weil das Schulgebäude in Pyritz als Lazarett genutzt wurde. Sack musste die Schule nur noch im wöchentlichen, manchmal vierzehntägigen Rhythmus aufsuchen, um Hausaufgaben abzugeben oder zu erhalten. Wenige Wochen vor Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> verließ die Familie Sack den heimatlichen Hof mit einem Flüchtlingstreck und schlug sich bis zur <a href="Mecklenburg" title="Mecklenburg">mecklenburgischen</a> Kleinstadt <a href="Plau_am_See" title="Plau am See">Plau am See</a> durch, in der Eltern und Geschwister dauerhaft ihren Wohnsitz nahmen. Fritz Sack besuchte dort für einige Zeit die dortige <a href="Mittelschule" title="Mittelschule">Mittelschule</a>, wechselte aber zum Ende 1945 von der <a href="Sowjetische_Besatzungszone" title="Sowjetische Besatzungszone">sowjetischen</a> in die <a href="Britische_Besatzungszone" title="Britische Besatzungszone">britische Zone</a>.
</p><p>Die Verwandten, bei denen er bereits während seiner Pyritzer Schulzeit gewohnt hatte, lebten inzwischen in der <a href="Schleswig-Holstein" title="Schleswig-Holstein">schleswig-holsteinischen</a> Gemeinde <a href="Bordesholm" title="Bordesholm">Bordesholm</a>, die zwischen den Städten <a href="Neum%C3%BCnster" title="Neumünster">Neumünster</a> und <a href="Kiel" title="Kiel">Kiel</a> liegt. Sie nahmen ihn wieder auf. Der Schulbesuch begann, bedingt durch mehrere Sinneswandel seines Onkels, planlos. Zunächst besuchte Sack die <i>Holstenschule</i>, ein Gymnasium in Neumünster, dann ging er kurzfristig zur Mittelschule in Bordesholm und schließlich als Pendler zur <a href="Max-Planck-Schule_(Kiel)" title="Max-Planck-Schule (Kiel)">Max-Planck-Schule</a>, ein Gymnasium in Kiel. Dort machte er 1951 das <a href="Abitur" title="Abitur">Abitur</a>.
</p><p>Um möglichst schnell finanziell und räumlich von seinen strengen Verwandten unabhängig zu werden, wählte Sack nach dem Abitur statt eines Studiums eine Berufsausbildung. Er absolvierte eine dreijährige Ausbildung zum Finanzinspektor und lebte mit Vollpension im Dreibettzimmer eines Männerwohnheims.<sup id="cite_ref-taz2025_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach erfolgreichem Abschluss wurde Sack als <i>Beamter auf Widerruf</i> an das Finanzamt der Stadt <a href="Oldenburg_in_Holstein" title="Oldenburg in Holstein">Oldenburg in Holstein</a> versetzt. Da ihm die Aussicht einer künftigen Beamtenexistenz auf „mittlerem gehobenen“ Niveau<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> nicht behagte, ließ er sich aus dem Staatsdienst entlassen und begann ein Hochschulstudium, was ihm durch Leistungen aus dem <a href="Lastenausgleichsgesetz" title="Lastenausgleichsgesetz">Lastenausgleich</a> möglich wurde.
</p><p>Im Sommersemester 1954 begann Sack an der <a href="Christian-Albrechts-Universit%C3%A4t_zu_Kiel" title="Christian-Albrechts-Universität zu Kiel">Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</a> ein Studium der Ökonomie, das von <a href="Erich_Schneider_(%C3%96konom)" title="Erich Schneider (Ökonom)">Erich Schneider</a> dominiert wurde. Sozialwissenschaftliche Veranstaltungen besuchte er nur nebenher, so hörte er Vorlesungen des Soziologen <a href="Gerhard_Mackenroth" title="Gerhard Mackenroth">Gerhard Mackenroth</a> und nach dessen Tod von <a href="Helmut_Schelsky" title="Helmut Schelsky">Helmut Schelsky</a>, der eine Lehrstuhlvertretung übernommen hatte sowie des Politikwissenschaftlers <a href="Michael_Freund_(Politikwissenschaftler)" title="Michael Freund (Politikwissenschaftler)">Michael Freund</a>. Da es in Schneiders Konzept des Ökonomie-Studiums keine Trennung zwischen <a href="Volkswirtschaftslehre" title="Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschafts-</a> und <a href="Betriebswirtschaftslehre" title="Betriebswirtschaftslehre">Betriebswirtschaftslehre</a> gab, Sack aber einen betriebswirtschaftlichen Abschluss anstrebte, wechselte er nach drei Semestern an die <a href="Universit%C3%A4t_zu_K%C3%B6ln" title="Universität zu Köln">Universität zu Köln</a>. Dort legte er 1958 das Examen zum <a href="Diplom-Kaufmann" title="Diplom-Kaufmann">Diplom-Kaufmann</a> ab. Daran anschließend erhielt er in Köln eine Anstellung als wissenschaftliche Hilfskraft und Verwalter einer Assistentenstelle im Institut für Soziologie, das von <a href="Ren%C3%A9_K%C3%B6nig" title="René König">René König</a> geleitet wurde, bei dem er 1963 <a href="Promotion_(Doktor)" title="Promotion (Doktor)">promoviert</a> wurde.<sup id="cite_ref-B316_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-B316-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-taz2025_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein eigenständiger Diplom-Studiengang der Soziologie existierte in Köln nicht, Sack wählte das Fach ab seinem zweiten Kölner Semester zu einem seiner Nebenfächer (mit besonderer Gewichtung) im betriebswirtschaftlichen Studium.
</p><p>Nach der Promotion wurde Sacks Stelle in die eines ordentlichen Assistenten Königs umgewandelt, was durch eine Vakanz begünstigt wurde: der eigentliche Inhaber der Assistentenstelle, <a href="Dietrich_Rueschemeyer" title="Dietrich Rueschemeyer">Dietrich Rueschemeyer</a>, kehrte von einem eigentlich für ein Jahr terminierten Auslandsaufenthalt in den <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">USA</a> aus privaten Gründen nicht zurück. Zu seinen Tätigkeiten am Institut gehörte von 1963 bis 1969 auch die eines Redaktionssekretärs der <i><a href="K%C3%B6lner_Zeitschrift_f%C3%BCr_Soziologie_und_Sozialpsychologie" title="Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie">Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie</a></i>. Während seiner Assistentenzeit gehörten die angelsächsischen Kriminalitätstheorien zu Sacks inhaltlichen Schwerpunkten. Seit 1964 leitete er ein Forschungsprojekt zur Kinder- und <a href="Jugendkriminalit%C3%A4t" title="Jugendkriminalität">Jugendkriminalität</a> in Köln. 1964/65 wurde er von König mit der Durchführung einer <a href="Akademische_%C3%9Cbung" title="Akademische Übung">Übung</a> zu Problemen des <a href="Devianz" title="Devianz">Abweichenden Verhaltens</a> beauftragt.<sup id="cite_ref-B316_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-B316-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er wurde damit bald, nach eigener Erinnerung, zur „institutsinternen Verweisadresse in Sachen abweichenden Verhaltens“.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sack, der während des <a href="Bundestagswahl_1961" title="Bundestagswahl 1961">Bundestagswahlkampfes 1961</a> in die <a href="Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands" title="Sozialdemokratische Partei Deutschlands">SPD</a> eingetreten war, wurde 1964 wegen des besonders guten Wahlergebnisses als in der Liste weit hinten Platzierter in die Kölner Ratsversammlung gewählt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er ging 1965/66 für ein Jahr in die USA, um seine Kenntnisse der amerikanischen <a href="Kriminalsoziologie" title="Kriminalsoziologie">Kriminalsoziologie</a> zu vertiefen.<sup id="cite_ref-taz2025_2-3" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1970 wurde er an der Kölner Universität <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitiert</a>.<sup id="cite_ref-taz2025_2-4" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von 1970 bis 1974 war er Professor für Soziologie an der <a href="Universit%C3%A4t_Regensburg" title="Universität Regensburg">Universität Regensburg</a>. Von 1974 bis 1984 lehrte er als Professor an der juristischen Fakultät der <a href="Gottfried_Wilhelm_Leibniz_Universit%C3%A4t_Hannover" title="Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover">Universität Hannover</a> auf dem Lehrstuhl für Deviantes Verhalten und Soziale Kontrolle.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1984 nahm er den Ruf auf einen Lehrstuhl für Kriminologie an der <a href="Universit%C3%A4t_Hamburg" title="Universität Hamburg">Universität Hamburg</a> an, wo er den ersten und einzigen soziologisch ausgerichteten kriminologischen Lehrstuhl Deutschlands übernahm.<sup id="cite_ref-taz2025_2-5" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er baute dort das „Aufbau- und Kontaktstudium Kriminologie“ auf, das zunächst am Fachbereich Rechtswissenschaften<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> institutionell verankert war und sodann ab dem Jahr 2000 am neugegründeten <a href="Institut_f%C3%BCr_Kriminologische_Sozialforschung" title="Institut für Kriminologische Sozialforschung">Instituts für Kriminologische Sozialforschung</a> dem Fachbereich Sozialwissenschaften zugeordnet wurde.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit 1996, dem Jahr seiner <a href="Emeritierung" title="Emeritierung">Emeritierung</a>,<sup id="cite_ref-Archiv_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-Archiv-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> leitete er bis 2012 das hamburgische <i>Institut für Sicherheits- und Präventionsforschung</i> (ISIP),<sup id="cite_ref-taz2025_2-6" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dessen Vorstand er auch seit der Leitung des ISIPs durch <a href="Susanne_Krasmann" title="Susanne Krasmann">Susanne Krasmann</a> und Bettina Paul weiterhin angehörte.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1998 wurde Sack in die neu gegründete <a href="Hamburger_Polizeikommission" title="Hamburger Polizeikommission">Hamburger Polizeikommission</a> berufen,<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die unter dem Senat von Beust/Schill wieder abgeschafft wurde.<sup id="cite_ref-taz2025_2-7" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Kommission entstand auf Empfehlung des <a href="B%C3%BCrgerschaftswahl_in_Hamburg_1993#Untersuchungsausschuss_„Hamburger_Polizei“" title="Bürgerschaftswahl in Hamburg 1993">Parlamentarischen Untersuchungsausschusses Hamburger Polizei</a> der <a href="Hamburgische_B%C3%BCrgerschaft" title="Hamburgische Bürgerschaft">Hamburgischen Bürgerschaft</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kriminalsoziologische_Positionen">Kriminalsoziologische Positionen</h2></div>
<p>Sack gilt als führender deutscher Vertreter des <a href="Etikettierungsansatz" title="Etikettierungsansatz">Etikettierungsansatzes</a>, der in den 1960er Jahren in den USA entwickelt worden war und von ihm 1968 mit einem Buchbeitrag in die deutschsprachige Diskussion eingebracht wurde.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-taz2025_2-8" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sack war während eines einjährigen Gastaufenthalts in den USA 1965/66 wissenschaftlicher Mitarbeiter (<i>research associate</i>) von <a href="Walter_C._Reckless" title="Walter C. Reckless">Walter C. Reckless</a> an der <a href="Ohio_State_University" title="Ohio State University">Ohio State University</a> gewesen, hatte sich aber nach wenigen Monaten enttäuscht von dessen empirischer Kriminologie abgewandt und lernte durch <a href="Aaron_Victor_Cicourel" title="Aaron Victor Cicourel">Aaron Victor Cicourel</a> und dann an der <a href="University_of_California%2C_Berkeley" title="University of California, Berkeley">University of California, Berkeley</a> durch <a href="Erving_Goffman" title="Erving Goffman">Erving Goffman</a> und andere, die <a href="Ethnomethodologie" title="Ethnomethodologie">Ethnomethodologie</a> kennen, auf der der kriminologische Etikettierungsansatz beruht.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Lektüre des Cicourel-Buches <i>Method and measurement in sociology</i><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> beschreibt Sack als sein „kriminologisches und soziologisches Konversionserlebnis“.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der von Kalifornien ausgehende Paradigmenwechsel veränderte laut Sack das Gesicht der Kriminologie fast schlagartig und verschob den „Täter“ als „<a href="Symbolischer_Interaktionismus" title="Symbolischer Interaktionismus">interaktionistisches Produkt</a>“ in den Hintergrund des kriminellen Geschehens.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sack meint, dass Kriminalität vollständig durch Zuschreibungen erklärt werden kann.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abweichendes Verhalten hingegen sei eine „normale“ Erscheinung, die in allen Gesellschaftsschichten vorkomme, während für die Einordnung als <i>Kriminalität</i> nicht das Verhalten an sich, sondern der gesellschaftliche Definitionsprozess entscheidend sei. Für ihn war der epistemologische Gehalt des Etikettierungsansatzes von Anfang an – so Sack – „eine Position ohne ätiologischen und ‚Warum-Rest‘“.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dadurch unterscheidet sich sein radikaler Labeling-Ansatz von denen bei <a href="Howard_S._Becker" title="Howard S. Becker">Howard S. Becker</a> und <a href="Edwin_M._Lemert" title="Edwin M. Lemert">Edwin M. Lemert</a>. Beide unterstellen, dass es neben Zuschreibungsprozessen eine objektive Tatsachenebene gibt. Die Etikettierung bestimmter Verhaltensweisen verläuft für Sack stark selektiv. Die Unterschichten werden kriminalisiert, während die Herrschenden dieses Label nicht erhalten. Das Gesetz werde damit zum Instrument der Unterdrückung, es herrsche <a href="Klassenjustiz" title="Klassenjustiz">Klassenjustiz</a>.
</p><p>Sacks Theorie hatte seit den 1960er-Jahren erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kriminologie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Radikalität seines Ansatzes erzeugte jedoch auch erheblichen Widerstand. So wurde Sack vorgeworfen, er verkehre die Rollen und mache die Täter zu Zuschreibungs-Opfern, die selber überhaupt keine Rolle mehr als aktiv Handelnde hätten. <a href="Trutz_von_Trotha" title="Trutz von Trotha">Trutz von Trotha</a> prägte dafür den kritisch-ironischen Begriff „Reaktionsdeppen“.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Hans_Joachim_Schneider" title="Hans Joachim Schneider">Hans Joachim Schneider</a> machte Sack den Vorwurf, durch die polemische Art, mit der er den Etikettierungsansatz eingeführt habe, für eine der unfruchtbarsten Epochen der deutschsprachigen Kriminologie gesorgt zu haben. Er habe dadurch einen Schulenstreit zwischen „alter“ und „neuer“ Kriminologie eingeleitet. Sacks polemische Ablehnung der gesamten Kriminologie habe eine Rezeption der Kriminalsoziologie seitens der traditionellen tätereorientierten deutschsprachigen Kriminologie gerade verhindert.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-taz2025_2-9" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Persönliches"><span id="Pers.C3.B6nliches"></span>Persönliches</h2></div>
<p>Sack war seit 1960 verheiratet. Er hatte drei Kinder. Der Journalist <a href="Adriano_Sack" title="Adriano Sack">Adriano Sack</a> ist sein Sohn,<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die Mediengestalterin Janine Sack seine Tochter.<sup id="cite_ref-taz2025_2-10" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sack starb am 18. August 2025 im Alter von 94 Jahren in Berlin.<sup id="cite_ref-taz2025_2-11" class="reference"><a href="#cite_note-taz2025-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mitgliedschaften_und_Ehrungen">Mitgliedschaften und Ehrungen</h2></div>
<p>Sack, der dem Beirat der <a href="Humanistische_Union" title="Humanistische Union">Humanistischen Union</a> angehörte,<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> war bis zum Abgrenzungsbeschluss der Humanistischen Union im Jahr 2004 – der die Zusammenarbeit der Humanistischen Union und der Arbeitsgemeinschaft beendete – auch entsendetes Mitglied im Kuratorium der <a href="Arbeitsgemeinschaft_Humane_Sexualit%C3%A4t" title="Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität">Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität</a>.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1989 war Sack einer der Mitgründer der <a href="Gesellschaft_f%C3%BCr_interdisziplin%C3%A4re_wissenschaftliche_Kriminologie" title="Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie">Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie</a> (GiwK).<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese vergibt seit 2001 für hervorragende kriminologische Veröffentlichungen den Fritz-Sack-Preis.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2006 wurde Sack von der <a href="Universit%C3%A4t_Kreta" title="Universität Kreta">Universität Kreta</a> die Ehrendoktorwürde verliehen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Kritische_Kriminologie" title="Kritische Kriminologie">Kritische Kriminologie</a></li>
<li><a href="Kriminalsoziologie" title="Kriminalsoziologie">Kriminalsoziologie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schriften_(Auswahl)"><span id="Schriften_.28Auswahl.29"></span>Schriften (Auswahl)</h2></div>
<ul><li>hrsg. mit <a href="Ren%C3%A9_K%C3%B6nig" title="René König">René König</a>: <i>Kriminalsoziologie</i>. Akademische Verlagsges., Frankfurt a. M. 1968 (unveränderte Auflagen 1974 und 1979)</li>
<li>hrsg. mit <a href="Klaus_L%C3%BCderssen" title="Klaus Lüderssen">Klaus Lüderssen</a>: <i>Seminar: Abweichendes Verhalten I. Die selektiven Normen der Gesellschaft</i>. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1975.</li>
<li>hrsg. mit Klaus Lüderssen: <i>Seminar: Abweichendes Verhalten II. Die gesellschaftliche Reaktion auf Kriminalität, Bd. 1: Strafgesetzgebung und Strafrechtsdogmatik</i>. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1975.</li>
<li>hrsg. mit Klaus Lüderssen: <i>Seminar: Abweichendes Verhalten III. Die gesellschaftliche Reaktion auf Kriminalität, Bd. 2: Strafprozess und Strafvollzug</i>. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1977.</li>
<li>hrsg. mit Klaus Lüderssen: <i>Seminar: Abweichendes Verhalten IV. Kriminalpolitik und Strafrecht</i>. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1980.</li>
<li>hrsg. mit Klaus Lüderssen: <i>Vom Nutzen und Nachteil der Sozialwissenschaften für das Strafrecht</i>, Bände I und II., Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1980.</li>
<li>als Hrsg.: <i>Privatisierung staatlicher Kontrolle: Befunde, Konzepte, Tendenzen.</i> Nomos, Baden-Baden 1995, ISBN 3-7890-4089-4.</li>
<li><i>Kriminologie als Gesellschaftswissenschaft. Ausgewählte Texte</i>, herausgegeben von <a href="Bernd_Dollinger" title="Bernd Dollinger">Bernd Dollinger</a> u. a., Beltz Juventa, Weinheim/Basel 2014, ISBN 978-3-7799-2946-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Aldo Legnaro: <i>Im Gedenken an Fritz Sack (26. Februar 1931 – 18. August 2025).</i> In: <i>Kriminologisches Journal.</i> 57, Heft 4, 2025, S. 260–261.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=119343002">Literatur von und über Fritz Sack</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20080610052850/http://www.fritz-sack.com/">Website von Fritz Sack</a> (Archivversion)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Lizenz-zur-Grausamkeit-3414372.html">Interview über die „neue Straflust der Gesellschaft“</a> auf <a href="Telepolis" title="Telepolis">Telepolis</a>, 2007</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.humanistische-union.de/themen/innere_sicherheit/sicherheit_freiheit/sackkreissl_strafende_gesellschaft/">Fritz Sack, Reinhard Kreissl: <i>Die strafende Gesellschaft – Der Staat und seine letzte Rettung</i></a>, 1998</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171023180741/https://kritischesozialearbeit.de/dokumente/Aufsaetze/5%20Fritz%20Sack%20KRIMINOLOGIE.pdf">Fritz Sack: <i>Einführende Anmerkungen zur kritischen Kriminologie</i>. Archivierter Onlineaufsatz (PDF, 16 Seiten). Veröffentlicht in: Frank Bettinger und Roland Anhorn (Hrsg.), <i>Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit</i>, Wiesbaden (Verlag für Sozialwissenschaften), 2002, S. 27–45.</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://criminologia.de/2025/09/zum-tod-von-fritz-sack-1931-2025/">Christian Wickert: <i>Zum Tod von Fritz Sack (1931–2025)</i>. Nachruf auf <i>criminologia.de</i>.</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Biographische Angaben beruhen, wenn nicht anders belegt, auf Fritz Sack: <i>Wie wurde ich Soziologe?</i> In: <a href="Monika_Jungbauer-Gans" title="Monika Jungbauer-Gans">Monika Jungbauer-Gans</a> und Christiane Gross (Hrsg.): <i>Soziologische Karrieren in autobiographischer Analyse.</i> Verlag für Sozialwissenschaften (VS), Wiesbaden 2010. ISBN 978-3-531-17220-0, S. 20–51.</span>
</li>
<li id="cite_note-taz2025-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-7">h</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-8">i</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-9">j</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-10">k</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-taz2025_2-11">l</a></sup></span> <span class="reference-text">Robert Matthies, Nils Schuhmacher: <cite style="font-style:italic">Jenseits des Straflustprinzips</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Die Tageszeitung: taz</cite>. 10. September 2025, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220931-9085%22&key=cql">0931-9085</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://taz.de/Zum-Tod-des-Kriminologen-Fritz-Sack/!6112067/">taz.de</a> [abgerufen am 10. September 2025]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Fritz+Sack&rft.atitle=Jenseits+des+Straflustprinzips&rft.au=Robert+Matthies%2C+Nils+Schuhmacher&rft.date=2025-09-10&rft.genre=journal&rft.issn=0931-9085&rft.jtitle=Die+Tageszeitung%3A+taz" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack: <i>Wie wurde ich Soziologe?</i> In: <a href="Monika_Jungbauer-Gans" title="Monika Jungbauer-Gans">Monika Jungbauer-Gans</a> und Christiane Gross (Hrsg.): <i>Soziologische Karrieren in autobiographischer Analyse.</i> Verlag für Sozialwissenschaften (VS), Wiesbaden 2010. ISBN 978-3-531-17220-0, S. 20–51, hier S. 35.</span>
</li>
<li id="cite_note-B316-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-B316_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-B316_4-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Imanuel Baumann: <i>Dem Verbrechen auf der Spur. Eine Geschichte der Kriminologie und Kriminalpolitik in Deutschland, 1880 bis 1980.</i> Wallstein, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0008-3, S. 316.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack: <i>Vom Wandel in der Kriminologie – und Anderes.</i> In: <a href="Kriminologisches_Journal" title="Kriminologisches Journal">Kriminologisches Journal</a>, Heft 30, 1998, S. 47–64, hier S. 50.</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Nina_Grunenberg" title="Nina Grunenberg">Nina Grunenberg</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/1968/43/ratsherr-durch-zufall/komplettansicht£"><i>Ratsherr durch Zufall</i></a>. In: <i><a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Die Zeit</a></i>, 43/1968, 25. Oktober 1968.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Nina Grunenberg: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zeit.de/1968/44/lieber-ein-genosse-als-herr-doktor"><i>Lieber ein Genosse als Herr Doktor...</i></a> In: <i>Die Zeit</i>, 44/1968, 1. November 1968.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20110326133306/http://www.fritz-sack.com/biografisches.htm">Lebenslauf</a> Abgerufen am 21. November 2024.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.uni-hamburg.de/uhh/profil/geschichte.html">Erst 2005 wurde die Universität Hamburg wieder in Fakultäten gegliedert.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. Christian Wickert, Christina Schlepper, Simon Egbert und Katrin Bliemeister, <i>Kriminologie studieren in Hamburg</i>, in: <i>Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform</i> 96 (2013), S. 270–275, S. 270.</span>
</li>
<li id="cite_note-Archiv-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Archiv_11-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.hpk.uni-hamburg.de/resolve/id/cph_person_00002878?_search=004497f6-3a75-45a7-b811-deedceb16a97&_hit=0">Universität Hamburg, Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog: Sack, Fritz.</a></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171109170622/http://www.fritz-sack.com/biografisches.htm">Information gemäß Fritz Sacks privater Homepage (archivierte Version).</a></span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20010628105129/http://www.hamburg.de/Behoerden/Pressestelle/Meldungen/tagesmeldungen/1998/aug/w34/di/news.htm"><i>Hamburger Polizeikommission: Eine bundesweit einmalige Institution nimmt ihre Arbeit auf</i> (archivierte Meldung von www.hamburg.de).</a></span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack, <i>Neue Perspektiven in der Kriminologie</i>. In: Fritz Sack / <a href="Ren%C3%A9_K%C3%B6nig" title="René König">René König</a>, <i>Kriminalsoziologie</i>. Akademische Verlagsgesellschaft., Frankfurt am Main 1968, S. 431–475.</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack: <i>Einführende Anmerkungen zur kritischen Kriminologie</i>. Überarbeiteter Text eines Vortrages zum Auftakt der Vorlesungsreihe „Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit“, 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171023180741/https://kritischesozialearbeit.de/dokumente/Aufsaetze/5%20Fritz%20Sack%20KRIMINOLOGIE.pdf">Online</a>, dort Abschnitt 3 <i>Der Sprung in die kritische Kriminologie: einige biographische Notizen</i>, S. 8 ff.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Aaron_Victor_Cicourel" title="Aaron Victor Cicourel">Aaron Victor Cicourel</a>: <i>Method and measurement in sociology</i>. Free Press of Glencoe New York 1964.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Meyer und Christin Meier zu Verl: <i>Die Entstehung der kritischen Kriminologie – auch aus dem Geist der Ethnomethodologie. Ein Interview mit Fritz Sack.</i> In: Jörg R. Bergmann / Christian Meyer (Hg.): <i>Ethnomethodologie reloaded. Neue Werkinterpretationen und Theoriebeiträge zu Harold Garfinkels Programm.</i> transcript, Bielefeld 2021, ISBN 978-3-8376-5438-7, S. 361–385, hier S. 373.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack: <i>Einführende Anmerkungen zur kritischen Kriminologie</i>. Überarbeiteter Text eines Vortrages zum Auftakt der Vorlesungsreihe „Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit“, 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171023180741/https://kritischesozialearbeit.de/dokumente/Aufsaetze/5%20Fritz%20Sack%20KRIMINOLOGIE.pdf">Online</a>, dort Abschnitt 3 <i>Der Sprung in die kritische Kriminologie: einige biographische Notizen</i>, S. 8 ff., hier S. 11.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Angaben zur Theorie und zur Krik an ihr beruhen, wenn nicht anders belegt, auf Christian Wickert: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://soztheo.de/kriminalitaetstheorien/herrschafts-und-gesellschaftskritik/radikaler-labellingansatz-sack/"><i>Radikaler Labelingansatz (Sack)</i></a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://soztheo.de/">SozTheo</a>.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Sack: <i>Einführende Anmerkungen zur kritischen Kriminologie</i>. Überarbeiteter Text eines Vortrages zum Auftakt der Vorlesungsreihe „Kritische Kriminologie und Soziale Arbeit“, 2000, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20171023180741/https://kritischesozialearbeit.de/dokumente/Aufsaetze/5%20Fritz%20Sack%20KRIMINOLOGIE.pdf">Online</a>, dort Abschnitt 3 <i>Der Sprung in die kritische Kriminologie: einige biographische Notizen</i>, S. 8 ff., hier S. 12.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Trutz von Trotha, <i>Ethnomethodologie und abweichendes Verhalten. Anmerkungen zum Konzept des "Reaktionsdeppen"</i>. In: <a href="Kriminologisches_Journal" title="Kriminologisches Journal">Kriminologisches Journal</a>, Band 9, Heft 2, 1977, S. 98–115.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Aldo Legnaro: <i>Im Gedenken an Fritz Sack (26. Februar 1931 – 18. August 2025).</i> In: <i>Kriminologisches Journal.</i> 57, Heft 4, 2025, S. 260–261, S. 261.</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://giwk.de/nachwuchsfoerderung/fritz-sack-preis/"><i>Fritz Sack-Preis</i></a>, Website der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie, abgerufen am 10. September 2025.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131014000951/https://www.psychology.uoc.gr/en/department/history-activies/history.html">Universität Kreta, Psychologie Department: <i>History of Departmental Activities</i></a>, Archivversion, abgerufen am 25. November 2024.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-p" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/119343002">119343002</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n81056884">n81056884</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/264736273/">264736273</a></span> | </div>
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